Rettung werfen

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Liebe Mitglieder,

wir bieten am 14.03.2020 ab 10:00Uhr Rettung werfen und packen an.
Wer machts: Flugschule Erlau, Kai Ehrenfeld
Wo: VFL Halle in Staudernheim.
Kosten für Mitglieder: 20€
Kosten für Nichtmitglieder: 30€
Packwerkzeug: wird von der Flugschule gestellt.
Wann: Am 14.03.2020, Beginn 10:00 Uhr bis ca. 15:00 Uhr (bei mehrmaligem Werfen ggf. länger)
Hinweise:
Bitte Turnschuhe einpacken!
Die Hallenmiete zahlt der Verein.
Der Packerkurs ist begrenzt auf 10 - max. 12 Personen.
Anmeldung bitte bis 09.03.2020 bei mir, unter: Bitte anmelden um die E-Mail Adresse zu sehen.
Nichtmitglieder bitte Mail an Info unter https://gleitschirmverein-nahe-glan.de/kontakt/ .

Herzlichst Fritz

Regelmäßiges Turnhallentraining – von vielen Vereinen und Flugschulen angeboten – ist eigentlich ein Muss!
Wer die Auslösung der Rettung, wild hin- und hergeschleudert an der Ringanlage der Turnhalle, automatisiert hat, wird im Ernstfall mit maximal möglicher Effizienz reagieren. Zumindest bei jedem Wechsel des Gurtzeuges ist ein solches Training fällig.
Ebenfalls jedem Piloten anzuraten ist zumindest einmal eine echte Rettungsgeräteauslösung im Sicherheitstraining durchzuführen.
Bei jedem Flug sollte man den Handgriff zum Auslösegriff üben. Dieses einfache Training zahlt sich dann aus, wenn es schnell gehen muss oder eine extreme Fluglage (vertwistet, rückwärtsfliegend, stark zur Seite abgekippt, überkopf) ein visuelles Finden des Auslösegriffes unmöglich macht.

Sicherheitstraining:
Neben der Beherrschung des Verhaltens in besonderen Fällen (Klapper, Frontklapper, Trudeln etc) ist ein weiterer wichtiger Effekt des Sicherheitstrainings, dass der Pilot ein gutes Gespür dafür bekommt, wann die Beherrschung verloren gegangen ist und die Sache außer Kontrolle gerät.

Mentales Training:
Wer sich Situationen, die das sofortige Auslösen des Rettungsschirmes erfordern mental immer wieder vorführt (mentaltrainiert), z.B. eine sich beschleunigende Drehbewegung bei Verhängern, das Rückwärts-Drehen beim Trudeln, extremes Vorschießen der Kappe nach Strömungsabrissen etc, hat im Ernstfall einen entscheidenden Vorteil; im Kopf ist bereits ein Muster und die dazugehörige Pilotenhandlung abgespeichert.

Schrott konsequent aussondern
Die reibungslose und schnellstmögliche Auslösung des Rettungsschirmes ist von so großer Wichtigkeit, dass auch kleine, konstruktionsbedingte Auslöseprobleme nicht akzeptiert werden sollten. Schlecht erreichbare Auslösegriffe, Außencontainer die schwer zu öffnen sind oder den Innencontainer nur ungern freigeben, zu lange Verbindungswege vom Auslösegriff zum Innencontainer die ein effektives Wegschleudern erschweren, sind solche Problembereiche. Besonders wichtig; manche Probleme treten beispielsweise bei großgebauten Piloten mit langen Armen überhaupt nicht auf, können aber für einen kleinen Flieger mit kürzeren Armen unüberwindbar sein.

Wer sich bereits beim Kauf seines neuen Gurtzeuges gründlich mit diesen Punkten befasst (Turnhallentraining), erspart sich u.U. lebensbedrohliche Überraschungen oder zumindest den Ärger, sich demnächst etwas Geeigneteres anschaffen zu müssen.

Auch für den Rettungsschirm selbst gilt:
Nur wirklich geeignetes Material sollte zum Einsatz kommen. Die Bereitschaft seine Reserve auszulösen wird höchstwahrscheinlich enorm abnehmen, wenn diese so klein ist, dass man bei der Landung mit schweren Verletzungen wegen der hohen Sinkgeschwindigkeit rechnen muss.

Das Startgewicht des Piloten sollte mindestens 25 % niedriger liegen, als die Anhängelast, bei welchem das Rettungsgerät die maximal zulässige Sinkgeschwindigkeit von 6,8 m/Sek. aufweist.

DHV
Karl Slezak
Sicherheitsreferent